Sechs Projekte aus laufenden Betrieben, vom automatisierten Buchungslauf bis zur KI, die den Betrieb wirklich kennt. Keine Theorie.
Jeder Case in drei Sätzen: Ausgangslage, Ansatz, Ergebnis. Zum Aufklappen anklicken.

Ein KI-Zugang ist schnell gekauft. Danach passiert in den meisten Betrieben: nichts. Die KI kennt den Betrieb nicht, niemand weiß, wofür man sie im Alltag nutzen soll, und nach zwei Wochen macht wieder jeder alles von Hand.
Kein Tool übergeben, sondern KI auf den Betrieb ausrichten und den Geschäftsführer an seinen echten Aufgaben einarbeiten, bis er sie eigenständig weiterträgt. Mit klaren Grenzen: Rezepturen, Kalkulationen und Personaldaten bleiben draußen. Und mit einer Grundregel, die bis heute gilt: Die KI macht Vorschläge, der Mensch gibt frei.

Produktentwicklung in der Farben- und Lackindustrie lebt von Erfahrungswissen. Das steckt verteilt in Laborjournalen, historischen Rezepturen, Prüfprotokollen und in den Köpfen einzelner Entwickler. Jede Neuentwicklung beginnt deshalb mit Suchen und Nachfragen, und manchmal wird ein Versuch wiederholt, dessen Ergebnis längst bekannt war.
Ein KI-Assistent, der das Entwicklungswissen des Labors verfügbar macht: Rezepturfragen beantworten, Rohstoffwechsel vereinfachen, Wechselwirkungen schneller sichtbar machen. Erst das Wissen strukturieren, dann die Technik. Partnerprojekt mit EV Automation: dort das technische Set-up, bei ZOYOS der inhaltliche und strategische Teil.

Korrekturbuchungen im Lager wurden Zeile für Zeile aus einer Excel-Liste in das Warehouse-Management-System getippt. Bei 1000 Artikeln sind das mehrere Stunden reine Tipparbeit pro Vorgang. Ein Zahlendreher fällt dabei nicht sofort auf, sondern erst Wochen später in der Inventur.
Diese Tätigkeit vollständig aus dem Arbeitsalltag entfernen, ohne am bestehenden System etwas zu ändern. Bedienung so einfach, dass kein technisches Wissen nötig ist: Datei auswählen, Knopf drücken, fertig.

Ein Supplement-Hersteller, vom Gründer eigenverantwortlich betrieben: Produktion, Vertrieb, Produktpflege, Kundenservice, Administration, alles in einer Hand. Das Potenzial für KI war klar erkennbar. Was fehlte, war Zeit für ein Thema, das keinen unmittelbaren Umsatz bringt.
Kein System bauen und übergeben, sondern den Gründer selbst befähigen. Erst analysieren, wo im Tagesgeschäft die größten Zeitfresser sitzen, dann direkt an seinem realen Arbeitsalltag schulen. Ergebnis soll Know-how im Unternehmen sein, keine neue Abhängigkeit von einem Dienstleister.

Lieferscheine und Rechnungen kommen von dutzenden Lieferanten, jeder mit eigenem Belegformat und eigenen Bezeichnungen für dieselben Felder. Artikelnummern, Mengen und Preise wurden von Hand aus dem PDF ins ERP übertragen: 15 bis 30 Minuten pro Beleg, jeden Tag. Ein Zahlendreher genügt für eine fehlerhafte Bestellung.
Ein System, das die Formatunterschiede ignoriert und trotzdem zuverlässig erkennt, was geliefert wurde, in welcher Menge und zu welchem Preis. Und das weiß, wann es unsicher ist: Unklare Felder werden markiert und zur Prüfung zurückgegeben, statt stillschweigend falsche Werte zu übernehmen.

Umsatzzahlen, Bestellhistorien und offene Posten lagen ausschließlich im internen ERP, erreichbar nur per VPN und im Außendienstalltag damit faktisch unbrauchbar. Besuchsnotizen landeten auf Zetteln oder in E-Mails. Was beim letzten Besuch besprochen wurde, wusste im Zweifel nur der Mitarbeiter, der dort war.
Alles, was im Kundengespräch zählt, aufs Smartphone: Umsatzhistorie, letzte Bestellungen, offene Posten, Notizen vom letzten Besuch. Ohne VPN, DSGVO-konform auf europäischen Servern, mit Rollen und Rechten, und intern betreibbar ohne IT-Abteilung.

Ein Immobilienportfolio ohne zentrales System: Mieterdaten in Excel, Dokumente auf verschiedenen Laufwerken, Nebenkostenabrechnungen von Hand erstellt. Dazu ein Archivraum voller Aktenordner aus mehreren Jahren, der für jede Auswertung händisch durchsucht werden musste.
KI als Hebel überall dort, wo bisher gelesen, getippt oder gerechnet wurde: Altakten in einen durchsuchbaren Datenbestand überführen, Verträge und Abrechnungen aus den Stammdaten erzeugen statt Wort für Wort schreiben, Entscheidungen mit Zahlen aus dem eigenen Bestand unterlegen.
Für individuelle Kundenvereinbarungen müssen Sonderpreise und Rabatte je Artikel im ERP hinterlegt werden. Bei neu verhandelten Verträgen sind das schnell hunderte einzelner Eingaben und mehrere Stunden monotone Arbeit. Ein Zahlendreher bedeutet einen falschen Kundenpreis, der unbemerkt die Marge kostet.
Den Prozess auf nahezu null bringen: Eine Liste kommt rein, die Preise landen im System. Ohne Anpassung am ERP und ohne dass ein Mitarbeiter mehr als zwei Minuten damit verbringt.

Die Praxis hatte keinen eigenen Online-Auftritt. Wer in Hamburg nach einem Angiologen suchte, fand sie nicht oder landete auf einer generischen Profilseite. Im Gesundheitsbereich ist das kritisch: Patienten entscheiden sich für eine Praxis, bevor sie den ersten Kontakt aufnehmen.
Eine Praxispräsenz, die Vertrauen aufbaut, bevor der Patient zum Hörer greift: fachliches Profil klar erklärt, jede Behandlungsleistung eigenständig auffindbar, Kontaktaufnahme so einfach wie möglich, auf dem Smartphone wie am Desktop.

Ein etablierter Schreibwarenfachhandel wollte seine kuratierten Schulstartpakete online vertreibbar machen, aber ohne Onlineshop-Komplexität, ohne monatliche Plattformgebühren, ohne Wartungsaufwand. Das Angebot war gut, es wusste nur niemand davon, der nicht ohnehin Stammkunde war.
Eine einzige, fokussierte Seite: Angebot nach Schulstufen sortiert, das lokale Vertrauen des stationären Geschäfts sichtbar, ein klarer Weg zur Bestellung. Technisch so schlank wie möglich, damit kein laufender Aufwand entsteht.
Kostenloses Erstgespräch: Ich schaue mir Ihren Prozess an und sage Ihnen direkt, ob und wie ich helfen kann.